Weißensee

Weißensee, das sind 47 km2 gelebte Geschichte. Die kleine Stadt am Rande des Thüringer Beckens hat es in sich: So war Weißensee die einstige Residenz der Landgrafen von Thüringen, besitzt das  älteste Rathaus Deutschlands, ist der Ort des ersten Landtages in der deutschen Geschichte und kann das ältestes Reinheitsgebot für das Brauen von Bier sein Eigen nennen. Und da das alles noch nicht genug ist, kann man heute auch noch den chinesischen „Garten des ewigen Glücks“, die größte Anlage ihrer Art in Deutschland, bewundern.

Bei all dem Sehenswerten und natürlich dem köstlichen Getränk, das die Weißenseer aus „Hopfen, Malz und Wasser“ brauen können, konnte der erste gemeinsame Fall Bernsen und Kohlschuetter nur hierher führen.

www.weissensee.de

Chinesischer Garten

Der „Garten des ewigen Glücks“ – ein Stückchen asiatische Gartenkunst mitten in Thüringen – lockt jährlich tausende Besucher in die alte Landgrafenstadt. Und es gibt mit Sicherheit keinen, der nicht begeistert durch die einzigartige Gartenlandschaft streift und die Harmonie der sieben Dinge „Erde, Himmel, Steine, Wasser, Gebäude, Wege und Pflanzen“ genießt.

Bernsen und Kohlschuetter hingegen haben mit der Harmonie an diesem Ort so ihre Probleme. Zwei Leichen in nur drei Tagen sind auch für hartgesottene Ermittler etwas zu viel.

www.chinesischer-garten-in-thüringen.de

Ratsbrauerei

1434 muss das Jahr in der Weißenseer Stadtgeschichte gewesen sein, zumindest würden das alle passionierten Biertrinker sicherlich so sehen. In diesem Jahr hat man die städtischen Wirtshausregeln formuliert, die den Weißenseern heute das älteste deutsche Reinheitsgebot bescheren.  Glücklicherweise, denn ansonsten würde es bestimmt auch das süffige Weißenseer Ratsbräu nicht geben.

Und die Mordsgeschichte. Denn was können schon die Weißenseer dafür, wenn man in Bayern erst im Jahr 1516 auf ein Reinheitsgebot kommt? Ehre wem Ehre gebührt! Und schäme sich, wer dafür in eine Brauerei einbricht….

www.ratsbrauerei-weissensee.de

Marktsplatz

Der mittelalterliche Marktplatz ist das Herz der Weißenseer Altstadt. Kaum zu übersehen: das romanische Rathaus. Das repräsentative Amtshaus wurde erstmals 1351 erwähnt und gilt damit als das älteste Rathaus Deutschlands.

In „Zwei Bier und ein Mord“ wird der Marktplatz zu einem der wichtigsten Schauplätze. Hier feiert man das Bierfest, sticht der Bürgermeister das Fassbier an und prügeln sich Thüringer und Bayern um ihr Bier.

Runneburg

Die Runneburg, das Wahrzeichen der Stadt, gilt heute als einer der bedeutendsten romanischen Profanbauten Deutschlands. 1168 wurde sie von Jutta von Thüringen zur Residenz der Thüringer Landgrafen ausgebaut. Mit ihren 1,5 Hektar Fläche war sie die größte Burg der Landgrafen in Thüringen.

Bernsen, den hin und wieder das Interesse für seine Umwelt (aber wirklich nur hin und wieder) packt, kommt auf dem Weg zu einer Zeugenbefragung in der Burgstrasse hier vorbei und besichtigt den Burghof. Beeindruckt beschließt er, seine Gattin, sollte sie jemals wieder Thüringer Boden betreten, nach Weißensee auszuführen.

Stadtkirche St. Peter und Paul

Stadtkirche St. Peter und Paul in Weissensee
Am höchsten Punkt der Stadt und direkt gegenüber des chinesischen Gartens steht die um 1180 erbaute Stadtkirche St. Peter und Paul. Ihre barocke Orgel wurde von keinem geringeren als Johann Sebastian Bach geprüft. In ihr haben die Gebeine des „Guten Conrad“ ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Im Krimi wird die Stadtkirche gerade restauriert. Dass dies tatsächlich passiert ist, davon können sich die Besucher heute überzeugen.