Im thüringischen Weißensee wird eine Leiche gefunden – drei Tage vor dem traditionellen Bierfest zur Erinnerung an das erste deutsche Reinheitsgebot von 1434. Dass der Tote ein Bayer ist, mit dessen Landsleuten die Weißenseer seit Jahren um die ältesten Bierrechte streiten, macht die Sache noch brisanter.

Als dann auch noch das Reinheitsgebot verschwindet, ruft der Bier- und Heimatverein den »Bierkrieg« aus – und Hauptkommissar Bernsen und sein junger Kollege Kohlschuetter geraten zwischen die bayerisch-thüringischen Bierfronten aus Tradition, Stolz und lange gehüteten Geheimnissen. Eine bierselige Mordsgeschichte mit Zisch: humorvoll, geradeheraus, traditionsbewusst.

»Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.« Er drückte Kohlschuetter das Tablett in die Hand.

»Ich kann doch hier keinen toten Bayern gebrauchen.«

»Ach, was hätten wir denn gern, einen Saarländer, Niedersachsen oder Sachsen-Anhaltiner?«, spottete Bernsen.

»Gibt es nun bei den Mordopfern schon Länderpräferenzen? Bitte einmal einen toten Hessen, zur Not geht auch ein Schleswig-Holsteiner, aber bloß keinen Bayern?«